Nagios: Centreon 2.0 ist raus

Was lange wärt …. Centreon 2.0 hat es endlich geschafft, das Licht der (Nagios) Welt zu erblicken. Das erste Mal, dass ich von Centreon hörte, müsste im März gewesen sein. Es ist ein vollständiges Frontend für Nagios und hat alles mit dabei, was sonst durch externe Tools installiert werden müsste.
Ich selbst habe noch eine RC8 laufen und habe es soweit mal eingerichtet, dass ich schon mal was zeigen kann. Es ist zwar anfangs ein wenig verwirrend, bei so vielen Optionen die Centreon bietet, doch es lohnt sich. Man sollte allerdings wissen, dass man die Software auf einem möglichst noch jungfreulichen Nagios installiert, da sich der Installer alles unter den Nagel reißt.
Mal schauen, wann ich darüber mal eine Anleitung schreiben kann. Das würde sich geradezu anbieten, mein HowTo zu erweitern.

Nagios(3): WebFrontends …

Nagios3 ist schon eine tolle Software und ich habe die letzten Tage wiedereinmal damit zugebracht, die eine od. andere Zeile ins Wiki zu überführen. Wozu hat man schließlich Urlaub in Polen, wenn es dann noch regnet? Richtig! Zum schreiben. Nächste Woche steht die Überführung von einer Testinstallation auf die Produktionsumgebung an und dabei gibt es eine Sache, die mir Bauchschmerzen bereitet: Die GUI. Ich meine damit nicht unbedingt das Frontend von Nagios (was bekanntlich nicht der Höhe der Zeit entspricht und erst mit Nagios4 ein neues Gesicht erhält), sondern vielmehr das Anlegen von neuen Hosts- und Service-Checks und allem, was damit zusammenhängt. Dank der Templates lassen sich zwar viele Textzeilen einsparen, doch ein Webfrontend ist dann immer noch bequemer.
Im Augenblick gibt es genau zwei, welche Erwähnenswert sind:

    NagiosQL:
    NagiosQL ist auf den Ersten Blick wirklich nett und ermöglicht ein schnelles Hinzufügen von Kontakten, Hosts, Services etc. Auf dem zweiten Blick jedoch offenbaren sich jedoch nicht zu verachtende Mängel. Dass NagiosQL2 noch kein Nagios3 unterstützt, ist nebensächlich, da Nagios selbst ja zu 100% abwärtskompatibel ist, schwer wiegender ist der komplette Verzicht auf Templates. Das kann einem bei einigen Dingen gehörig in die Suppe spucken. Da wären z.B. ActionLinks. ein ActionLink ist ein Link auf der Nagios Weboberfläche neben dem Service od. Dienst, der dann zu einer anderen Seite führt. In sehr häufigen Fällen zu grafischen Performancewerten.
    Per Template wäre diese Aufgabe genau einmal zu erledigen, so muss für jeden Eintrag ein Neuer her.

    NagiosQL3 befindet sich in der Entwicklung und es werden Ideen gesammelt. Doch bis sich die erste Version zeigt, dürften noch einige Monate ins Land vergehen.

  • Centreon
  • Centron ist derzeit für mich das interessanteste Projekt. Es ist ein wenig schwierig da durchzuschauen, da es ein französisches Projekt ist. Viele Supportanfragen die auf englisch gestellt werden, bekommen dann häufig eine französische Antwort. Wie auch immer, die 2’er version habe ich noch nicht getestet, aber die Demo von der Version3 lässt mein Herz höher schlagen, insbesondere die Einbindung von SNMP und Grafiken, die jetzige Kombinationen aus mehreren Programmen wie Cacti “’vermutlich“‘ überflüssig machen. Ob dem so sein wird, lässt sich wohl erst sagen, wenn die erste Version zum Download bereit steht. Damit hapert es noch ein wenig und der Termin wird hier und da aufgeschoben.

Nun werde ich in meiner Anleitung wohl vorerst auf eine GUI verzichten und den Vim als GUI verwenden. Ich denke aber, das ich das später nachtragen werde, da ab einer gewissen Anzahl das Handling nicht mehr tragbar sein würde.

Update:

Seit dem März ist ein neuer Stern am Nagios Frontend Himmel erschienen: Nagiosadmin. Ich habe schon über das Nagiosportal.de davon Wind bekommen und es mir mal flüchtig angeschaut. Für ein Projekt habe ich es verworfen, da es sich noch in starker Entwicklung befindet. Für meine Anleitung die hoffentlich demnächst veröffentlicht wird, habe ich sie schon einmal eingebunden. Sie macht auf jedenfall einen soliden Eindruck, zumal auch meine gewünschte Template Funktion unterstützt wird.
Ich werde sie auf weiter im Blick behalten und selbst verwenden.
Einziges Manko welches derzeit ins Auge sticht, ist der Mangel an einer Import Funktion. Wer also nicht seine hunderte von Hosts und Services erneut einpflegen möchte, muss sich noch in Geduld üben. Für all diejenigen, die das System frisch aufsetzen, ist sie einen Blick wert.