Solaris Jumpstart von Linux (Debian) aus

Damit ich das nochmal hinbekomme, habe ich mir einen kleinen Notizzettel geschrieben, wie man Jumpstart von einer Linux Kiste aus initiieren kann, ohne dass man sich von Hand erstmal eine Solaris Kiste installieren muss.

https://www.pug.org/mediawiki/index.php/Solaris_Jumpstart_von_Linux

Haut mich nicht wegen dem Finish Script, das ist nur zusammen gestückelt.

Fai Anleitung um von X86 eine Sparc zu betanken + Vorgeschichte

Meine Güte, was für ein Stress. In den letzten Wochen – achwas, Monaten – suche ich nach einer gangbaren Alternative zum verhassten Solaris10. Dieses Betriebssystem hat mich in zwei Jahren mehr Nerven gekostet, als Windows in 10(!). Für jeden Scheiß braucht es unter Solaris irgendwelche Workarounds, spezial Parameter oder obskure Dateien, um halbwegs aktuelle Software installieren zu können. Wer dann in der SunSW, CSW, SunFreeWare, /usr/local Hölle angekommen ist, für den ist die DLL Geschichte von damals(tm) nicht mehr als ein Augenzwinkern. Klar, man kann auch nehmen, was Sun einem bietet, die Kiste einmauern und hoffen, dass dem Hacker/Cracker das Ding zu halt ist, um näher betrachtet zu werden, aber darauf verlassen würde ich mich nicht. Bis dahin würde die Kiste sicher klaglos, bis in die Unendlichkeit und noch viel weiter, laufen.
Wer sich sagt: na, dann nehme ich doch einfach Solaris11?! Tja, dann sicher zum studieren, um eigene Software zu testen oder um 30 Tage Spaß zu haben, danach wird es teuer. Wer nicht bereit ist, mit Oracle einen (Ehe-)Vertrag einzugehen (wir bekommen dein Haus, und du bezahlst die Miete) und dennoch die SPARC Rechner nicht bei Ebay verscherbeln möchte, braucht etwas anderes, als Solaris10.

Ich hatte einen Exkurs mit FreeBSD und das sah soweit OK aus, allerdings merkt man sehr schnell, dass auch die FreeBSD Menschen nur selten Leute wie mich treffen, die da was anderes als Solaris drauf haben wollen. Fast hätte es geklappt, wären die Jails mit VNET stabil gelaufen. Doch es wäre nur eine Frage der Zeit gewesen, wieder gegen eine Wand zu laufen. Spätestens beim Versuch eine T2000 zu installieren. Die wird von FreeBSD9 nämlich nicht unterstützt. Yeahh..

Also doch wieder zu Linux. Und es soll mir keiner sagen, ich würde mal nicht über den Tellerrand schauen. 2.6.39 + Linux Container (LXC) = effiziente Hardwarenutzung.

So, da ich nun einige dieser Kisten habe und das Ziel sein soll, mittels Fai + Puppet + Backup einen ausgefallenen Rechner innerhalb von Zeitraum X wieder in Betrieb zu nehmen, durfte ich mich nun mit Fai auseinander setzen. Ich sag euch, … ihr seid mit SPARC wieder (nahezu) allein. Das fängt damit an, dass OpenBoot von der Sunfire v245 nur maximal 9,5MB als (TFTP) Image zulässt. Versucht mal einen Kernel + Initrd zu erstellen, der diese Kriterien erfüllt. Ich habe Stunden damit zubracht, passendes zurecht zu basteln. Dann geht es weiter mit der SUN Partitionierung, die Fai nicht beherrscht (Squeeze Version), aka -> alles selbst machen, und dann endet es irgendwo beim Bootloader Silo.

Kurzum, rund zwei Wochen mit „Try and Error“ verbracht. Doch jetzt steht die Anleitung für die wenigen (deutschsprachigen) Menschen auf der Welt, die ebenfalls gezwungen werden, aktuelle Software einzusetzen, flexibel zu sein und Oracle nicht ein Mitspracherecht auf das Konto einräumen wollen.

Zur Anleitung

Viel Spaß damit.

ps. Da die Rechtschreibkorrektur aktuell im Firefox nicht klappt, können noch Fehler enthalten sein. Ich werde sie nach und nach korrigieren.

Sun Oracle ist böse

Als ich in der TU anfing fand gerade der Wechsel von Sun nach Oracle statt und da zeigten sich schon die ersten bösen Wolken am Himmel. Die wunderbaren Konditionen die Sun der TU gewährt hat, sind futsch. Statt 50% Rabatt gibt es nur noch Standard Preise. Soweit so schlecht.
Jetzt aber kam es dicke. Eine X4250 wurde im August letzten Jahres angeschafft und dümpelte nur vor sich hin. Nun soll diese Maschine einen alten Imap Server – welcher auf einer Ultra läuft – ersetzen. Beim konvertieren der Imap Konten (rund 60GB) in ein neues Format, haben sich zwei Mal unterschiedliche Platten ausgeklingt. Erst war es nur eine, dann mehrere (aktuell 3). ZFS hat zwei angemeckert, und unabhängig der Raid Controller (auf welchem kein ZFS läuft). Auch eine Neuinstallation (man weiß ja nie) brachte keine Abhilfe. Nun denkt man, bei so teuren Maschinen gibt es schnell Support, aber Pustekuchen. Auch wenn die Logdateien und Aussagen nur einen Schluss zulassen, müssen wir einem „Actionplan“ folgen. Dieser beinhaltet das Einspielen von Solaris Patches und Firmware Updates,. und die haben es in sich. Bei diesen Patches handelt es sich nicht um Sicherheitsupdates, sondern um „reguläre“ Korrekturpatches. Also um Bugfixes, wie sie jeden Tag, weltweit, millionenfach verteilt werden. Nicht so bei Sun. Denn um an diese Patches zu gelangen, bedarf es eines speziellen Vertrages, der einem Zugang gewährt. Diesen bekommt man nicht einfach so, sondern erst nachdem man Summe X bezahlt hat. Es handelt sich dabei um einen Servicevertrag. Für mich stellt es sich momentan so da, dass Sun Rechner ausliefert, welche von Beginn an (juristisch) „defekt“ sind. Die Updates beinhalten auch die Firmware für den Serviceprozessor und dem Mainboard. Des weiteren Kernel Updates für das Software Raid und noch einige weitere mehr. Also wichtige Kernfunktionen sind direkt betroffen.
Wenn nun alles soweit klappt, hat die TU noch so einen Account und wir können die Patches einspielen. Danach kommt ein Techniker und wird eine Platte tauschen. Doch wir gehen sehr sicher davon aus, dass das Problem damit nicht aus der Welt ist. Dann erst wird das Board getauscht werden. Ich liege mit meinem IMAP Migrationsplan schon Wochen zurück … Danke Sun Oracle.

Doch im Ernst, bevor das Board nicht getauscht wurde, schenke ich der Kiste nicht das geringste Vertrauen ..

Notiz: OpenSolaris von Gnome befreien

pkg uninstall -vr `pkg list | egrep '(aac|acc|atheros|audio|avahi|compiz \
|evolution|firefox|flac|gamin|gnome|ipp|ipw|iwi|iwk|musicbrainz|ogg \ 
|pkg-gui|print|thunderbird|tnetd|wlan|wlan|wpa|wpi|xcursor|xorg \ 
|xscreensaver)' | awk '{print $1}'`

Dann überflüssige Dienste abschalten etc. pp. dafür gibt es ein nettes Script:

pfexec pkg install SUNWmercurial
hg clone ssh://anon@hg.opensolaris.org//hg/isc/src  isc
pfexec isc/opt/samples/minimization.ksh

von hier

Solaris 10: PHP5.2.13 mit GD kompilieren

Das Leben ist echt manchmal nicht einfach. Unter Solaris (10) noch ein wenig schwerer. Die arme Kollegin hat rund 2 Tage benötigt ein PHP5 zu finden, welches sich unter Solaris10 (Sparc) kompilieren lassen wollte. Nun ist es ihr gelungen, aber die Freude währt nur kurz. Fehlen doch einige Erweiterungen wie GD und co.
Leider hat ./configure einen bösen Bug, der vergisst iconv mit ins Makefile aufzunehmen, trotz passender Kommandozeile. Gmake bricht dann mit Meldungen wie diesen ab:


[...]
main/internal_functions_cli.lo -lrt -lpng -lz -ljpeg -lz -lrt -lresolv -lm -lnsl -lsocket -lgcc -lxml2 -lz -lm -lsocket -lnsl -lxml2 -lz -lm -lsocket -lnsl -lxm
l2 -lz -lm -lsocket -lnsl -lxml2 -lz -lm -lsocket -lnsl -lxml2 -lz -lm -lsocket -lnsl -lxml2 -lz -lm -lsocket -lnsl -o sapi/cli/php
Undefined first referenced
symbol in file
libiconv_close ext/gd/libgd/.libs/gdkanji.o
libiconv_open ext/gd/libgd/.libs/gdkanji.o
libiconv ext/gd/libgd/.libs/gdkanji.o
ld: fatal: Symbol referencing errors. No output written to sapi/cli/php
collect2: ld returned 1 exit status
gmake: *** [sapi/cli/php] Error 1

Also muss man iconv selbst ins Makefile schreiben und überall dorthin pappen, wo schon libjpeg/libpng sind. Dann klappt es auch mit gmake.