„I will survive“

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Wow, das nenne ich einen geilen Abend. Dabei war eigentlich ein ziemlich langweiliges Wochenende geplant, mit entspannen, schlafen und essen. Spontan frug mich S. aus G. ob wir denn nicht zu dritt ins Kino wollen, zumal noch ein paar Filme auf der Todo Liste standen und auch immer noch stehen. Dummerweise lag Film Nummer 1 „Transformers“ zeitlich sehr ungünstig, da schlafen die Informatiker noch. Film Nummer 2 läuft noch nicht. Alternativ standen Bourne 3 und Rush Hour 3 zur Debatte. RH3 wurde aber nach nur sehr kurzer Diskussion von K. aus G. auf die Ingore Liste gestellt,als blieb nur Bourne. Nun gut, kein schlechter Film, ein klassischer Konsumentenfilm, sozusagen. Zurück lehnen, Hirn ausschalten und Augen auf. Stellenweise waren mir allerdings die Kameraschnitte zu schnell, sodass sich im Gemetzel Tohuwabohu die Guten und Bösen verlierten.

Egal, Film wurde als nett erachtet, und das ist schließlich die Hauptsache.

Eines machte mir allerdings doch sehr zu schaffen, mein Magen. Der war komplett leer, wo doch die letzte Mahlzeit Wochen Stunden zurücklag. Naja, anfangs wollte ich ja mit ihnen zum Thai im Darmstädter Caree` gehen, kann ja keiner ahnen, dass die schon um 20Uhr zumachen … Also doch zum Asia Kim, was nicht unbedingt schlecht ist. Die Portionen sind anständig und der Geschmack O.k. – Hoch lebe das Glutamat – 😉

Tja, dann schritten wir zum Höhepunkt, der sich über mehrere Stunden hinzog. Ich kam endlich mal in den Genuss, die Beste Freundin – T. aus D. von S. aus G. kennen zu lernen. Ich habe schon mittlerweile soviel von ihr gehört, dass ich an die glorifizierung einer Imaginären Person glaubte. 😉 Ihr wurden so viele Eigenschaften zugeschrieben wie man sie nur selten an einem Ort vorfinden kann. Doch, ich kann mich da beruhigen, es stimmt. Zumindest hatte ich die Stunden über das Gefühl, das S. nicht übertrieben hatte.

Interessanter Weise sah ich in ihr die Frau meines 1. Chefs. Von ihrer Art und Weise hätte sie die Tochter sein gekonnt. 🙂 aber egal. Eine wirklich sehr nette Bekanntschaft. Ich bin aber schon wieder total vom eigentlichen Thema (?) abgekommen. Im Brasil in DA spielte eine Live Band und das witrklich göttlich. Die ersten 20min waren zwar ein wenig schwierig aufgrund der Lautstärke, weshalb leider K. aus G. sich auf den Heimweg machte. Schade, er hat definitiv was verpasst, aber nach einer Zeit und einem Standortwechsel, war es Erholung pur, wenn auch der sehr ausgelassenen Art.

Die Live Band, die sich GetReady nennt, spielte astreine Klassiker, von den 40’ern (so hoffe ich doch) bis zu den 80’ern. Die drei Front-Sängerinnen brachten das Publikum mit ihren Stimmen wahrlich zum toben. Ich war ja noch nicht auf vielen Live-Auftritten, aber dieser Band merkte man den Spaß an, den sie hatten. Vor allem der Band-Leader ließ seinen Charme sprühen ^^ . Aber das Beste an dem Ganzen war die Musik. Ich sage ja immer, dass ich zu spät auf die Welt gekommen bin. Ich hätte so um die 60’er Jahr das Licht erblicken sollen, aber wie gut das es Tonträger gibt 😉 Es gab nicht ein Lied, welches ich nicht kannte und so wunderbar herrlich falsch mitsingen. Keiner hat es gemerkt (hihihi).Das führte aber auch nach rund vier Stunden Gesangs-Orgie zu einer arg strapazierten Lunge und noch strapazierteren Stimmbändern. Aber ich wollte es nicht missen. Stellenweise habe ich im Duett mit S. aus G. gesungen (sie kannte aber den Text auswendig, ich konnte nur hoffen, dass meine Lippenbewegungen sich rasch genug anpassen konnten 😉 ..). Das war ein Bild für die Götter ^^, seid froh, dass es es keine Filmaufnahmen gibt, die gehören verboten. Vor allem bei Eternal Flame, od. auch „i will survive“ konnte man sich so richtig sich austoben. Was für eine Leidenschaft … und am Ende gab es ein herzzerreißendes „What a wonderfull world“, aber meine Stimme fand sich bereits jenseits des Hades.

Nach dieser heftig genialen Verausgabung sämtlicher Muskeln (schonmal Muskelkater vom Lachen bekommen?), war dann musikalisch gegen 1Uhr schluß. Drei (od. vier?) weitere Stunden wurden haß-lieben ausgelebt (insider 😉 ..), philosophische Themen angesprochen und erörtert, der Band-leader brachte die humoristischen Elemente ins Spiel, und meiner einer wurde von einer von einer sehr netten Dame mit den Worten verabschiedet, „Du könntest mein Sohn sein, bleib so wie du bist“ :-). Wir tauschten auf dem Parkett mehrere glückliche Blicke aus und sie war überrascht, dass ich in meinem Alter auf solche Musik stehen würde (Ha, wenn sie nur mein wahres Alter wüßte ^^ ). Vor allem die sehr netten Gespräche danach fand sie außerordentlich Interessant.

Der Abend wurde zum Morgen, es durfte so gegen halb sieben gewesen sein, brachen wir endlich auf. Fix und fertig, aber wunschlos glücklich. S. aus G. kennt nun eine neue Seite von mir, bei der ich nicht so recht weiß, ob das nicht eher peinlich für mich ist, aber hey, that’s me ^^. Danach wurde noch so ein wenig gechattet und ruckzuck war es 8uhr …

Nachbloggbedarf Teil 2

Teil 2: München

Das war eine Woche. Mein (neuer) Chef hat mich eine Woche nach München geschickt, um einen Linux Kurs zu halten. Da ich schon seit der Schule München nicht mehr betreten habe, schien es wirklich interessant zu werden. Was es dann ja auch wurde 🙂 .
Es fing bereits mit dem Kurs an. Ich betrat den Schulungsraum (Erde) und war natürlich als erstes dabei meinen Laptop entsprechend an den Beamer zu hängen, als mein Blick auf den Namen Schildern hängen blieb: Olga .M. .Also entweder können auch Männer diesen Namen tragen, was eher weniger wahrscheinlich wäre, oder ich würde meine erste Frau in einem Linux Kurs begrüßen dürfen 🙂 . Der Name ließ schon einiges auf die Herkunft schließen. Und ich sollte Recht behalten.

Ihr erster Auftritt wird sicher noch einige Weile im Hirnstamm haften bleiben. Sie trat sehr selbstbewusst und forsch auf. Daher beschloss ich erst einmal sehr vorsichtig ihre Kenntnisse auszuloten. Zwischenzeitlich kam auch mein anderer Teilnehmer herein und die gemütlich Woche konnte ihren Anfang finden.
Schon nach wenigen Stunden (und der ersten Jagt nach einer Eingangstür zum Restaurant) waren wir alle per „Du“ und haben uns prächtig verstanden. Vor allem mit Olga und ihrer spitzen Zunge und garniert mit ihrem ausgeprägtem Humor, ließ nur selten Langeweile aufkommen. Allerdings haben die beiden ein wenig unterschätzt, was an Informationen auf sie zukommen würde. Denn beide waren reine Linux Anfänger (der eine mehr, die andere weniger) und haben versäumt gleich von Anfang an mit zuschreiben 🙂 Denn, das Wissen, was sie Anfangs bekamen, musste recht schnell eingesetzt werden, für unser Ziel, einen Linux Terminal Server aufzusetzen. Nach dem einen oder anderen Hinweis, haben die beiden es dann auch eingesehen 😉
Doch, ich kam langsamer voran als geplant und leichte Sorgenfalten zierten mein, ansonsten untrügliches, Lächeln. Es wurde wirklich knapp, doch wir haben es im Endspurt dann doch noch geschafft. Wir haben uns wirklich sehr prächtig unterhalten und mir persönlich ging es in der Woche wirklich gut.

In München selber war ich hin und wieder ein wenig shoppen. Hier ein paar Ramsch und Anime DVDs, dort das einer oder andere Buch und sogar einen Trolli. Auf den bin ich besonders Stolz. Bisher hatte ich nur meine prall gefüllte Reisetasche, die ausschließlich getragen wird. Auf Dauer eine echt anstrengende Sache. Im Kaufhof bin ich dann fündig geworden. 109€ hat mich das Teil gekostet. Kein billiges Vergnügen.
Klaus W. (nein, nicht unter Klaus. Er wohnt in Köln), mein zweiter Teilnehmer gab mir einen Tipp, wo ich ein wenig schlendern könnte, stellte aber fest, dass man auf der Strecke sich zwar mit Klamotten eindecken könnte, aber ansonsten immer vor dem verhungern steht. Es sei dann, man futtern sich mit Obst durch.
Was die Läden wie Olliver S. , Zara und Co. angeht, so fiel mir auf, dass die nur einen Bruchteil der Kollektion haben, von der in Darmstadt. Die Mieten müssen dort wirklich verdammt teuer sein.

Am letzten Tag des Kurses beschlossen Olga und meiner Person ein wenig durch die Stadt zu laufen. Das war wohl mit Abstand der Beste Tag 🙂 Wir haben uns beide wirklich sehr gut verstanden und konnten die, ansonsten langweiligsten und alltäglichen Themen widmen, sehr zur unserer gemeinsamen Freude.
Da der Kurs erst gegen halb sieben sein Ende fand, blieb nicht mehr viel Zeit, uns durch die Klamotten Läden zu schlängeln. Aber weder sie fand passende Kleidungsstücke, die den heimischen Schrank zieren könnten, noch ich fand welche. Ruckzuck war es 20Uhr und wir waren hungrig. Getrieben von der Faszination für asiatische Gerichte, insb. der indischen Küche, standen wir also in der Münchner Innenstadt, verloren wie Touristen in der Savanne, auf der Suche nach einem passenden Restaurant. Das erwies sich als sehr viel schwieriger als geplant. Scheinbar arbeiten nur alle in München, aber niemand isst dort. Ein Umfrage der umstehenden Passanten war ernüchternd.
Doch wir gaben die Hoffnung nicht auf. Im U-Bahnhof trafen wir einen sehr mitteilungsbedürftigen Mann. Auf meine Frage hin, wo wir denn ein gutes Restaurant finden können (sowie eine VB/Sparkasse), wollte sich sein Mund nicht mehr schließen. Er zählte etliche auf und ließ sich auch nicht durch ein freundliches „Ah, super danke, dann werden wir das mal gleich mal anschauen“ beirren, geschweige denn stoppen. Da ich sowas natürlich als unhöflich empfinde, den Menschen, den man ja um eine Antwort gebeten hat, einfach stehen zulassen, half nur noch Olga, die sich dann in meinen Arm verschränkte und mich davon zog. Tja, ich wäre da mit Sicherheit noch einige Zeit verblieben. In der kalten U-Bahn Zone.
Nun, wir waren unserem Ziel nicht wirklich näher gekommen, doch unser beiden Mägen ließen nicht locker. Wir versuchten einen neuen Anlauf, bei einem viel versprechenden Paar. Wir schienen endlich die richtigen gefragt zu haben. Die Dame wusste von einem sehr guten Thailänder und erläuterte den Weg. Doch böses schwante uns, als der Mann sich in das Gespräch einbrachte und andeutete, dass die Strecke nicht ohne sei. Doch wie heißt es doch so schön? Laufen ist gesund. Wir durchschritten abermals die Fußgänger Zone bis zum Ende, bis sich allmählich die Füße beschwerten. Es stellte sich heraus, dass der besagte Thailänder wohl noch ein recht weites Stück vor uns lag, und wir gaben das Vorhaben auf, eben diesen zu erreichen. Aber, wir hatten Glück im Unglück. Wir liefen am „Der schnelle Chinese“ vorbei. Leicht müde beschlossen wir eben dahin zu gehen. Wenigstens endlich was zu essen.
Es war so ein kleiner Schnellimbiss, wie der Name es schon vermuten lassen würde. Da es mittlerweile gegen 21Uhr war, war die Hauptzeit somit schon durch. Das Essen selbst war passabel, nur der obligatorische Jasmin Tee, hatte weder die dazu passende Farbe, noch war er frisch gebrüht. Schon das Verwenden der Thermoskanne ließ nichts gutes erahnen. Doch, auch das hielt uns nicht davon ab, uns weiterhin prächtig zu unterhalten.
Um 22Uhr wurde uns dann doch auf, nunja, sehr subtile Art und Weise mitgeteilt, dass das Geschäft nun schließen würde. Egal. Die nächste S-Bahn Station war nur wenige Meter entfernt und so traten wir den Weg dorthin an, ohne natürlich die Gespräche auch nur im entferntesten zu unterbrechen. Doch so allmählich machten sich andere Gedanken in meinem Hirn breit. Eine leichte Nervosität stellte sich ein, denn ich musste mich, so ungern ich auch wollte, mich mit den Gedanken befassen, den schnellstmöglichen Weg zurück ins Hotel zu finden. Mein vegetatives Nervensystem und ich sind ein eingespieltes Team. Kurze Zeit nach dem Essen, schiebt der Magen alles eine Stufe weiter.
Nicht zu wissen, wie man heim kommt und wo sich die nächste Örtlichkeit befindet tragen nicht gerade zu einer Beruhigung bei. Meine Konzentration ließ rapide nach, was natürlich nicht wirklich gut ist, wenn man sich eigentlich unterhalten möchte.
Nungut eine passende S-Bahn wart gefunden und ich verabschiedete mich, (was mir noch ungenehmer war, denn da man(n) eigentlich nie eine Frau am Bahnhof stehen lassen sollte, doch die Zeit wurde immer knapper) und sie wechselte darauf hin noch einige Worte, Umarmungen, links und rechts Küsse und ich rannte dann zur S-Bahn, der ich dann aber doch nur noch hinterherwinken konnte 🙂 . Sichtlich amüsiert darüber standen wir als wie gehabt gemeinsam am Gleis. Aber die nächste S-Bahnen folgten im vier Minuten Takt. Diesmal musste keiner von uns am Gleich stehen bleiben, da beide S-Bahnen zeitgleich kamen. Und somit fand der Abend ein wirklich wunderbares Ende.
Einige Tage später schrieb sie mir eine Mail, in der sich sie sich völlig überflüssiger Weise bedankte 🙂 .Viel interessanter ist der Hinweis, dass wir uns möglicherweise schon recht bald nochmal wiedersehen könnten, wenn sie ihre Freundin in Limburg besucht. Ein Zwischenstopp in Darmstadt wäre mir sehr willkommen. Nur ob es zeitlich mit dem Job passt, das weiß ich leider noch nicht. …

Das ist das Ende von Teil Zwei. Aber es folgt ja noch der Samstag 😉

Nachbloggbedarf

Intro

In den letzten Tagen und Wochen ist ja doch wieder so einiges passiert. Um mir einen besseren Überblick zu verschaffen, sollte ich diesen Eintrag später erneut lesen, teile ich den Eintrag entsprechend auf.

Der Brief

Ja, wo fange ich am Besten an? Ich denke, mit dem Dank, an meine beste Freundin Johanna (kurz Jojo). Warum? Nun, vor etwa drei Wochen bekam ich einen roten Brief, der sogar eines Rückscheins bedurfte. Also eine Bestätigung durch den Postboten, dass der Brief ordnungsgemäß in den Schlitz geworfen wurde. Die erste Reaktion war natürlich: „Uh, na wem bin ich den da auf die Füße getreten?“ Doch die unverkennbar weibliche Handschrift und die Aufmachung, wollte nicht so recht zu einem Anwaltsschreiben passen. Ein Blick auf die Absenderadresse schuf die fehlende Klarheit der Herkunft. Nun frug ich mich natürlich: warum sendet mir die Dame einen Brief mit Rückschein? Würde es eventuell doch eine Klage sein? Ein Sprengsatz oder gar biologische Kriegswaffe? Ich würde es ihr zumindest nicht verübeln. Versprach ich doch schon seit längerem endlich mal vorbeizukommen, doch die Zeit ließ es einfach nicht zu. Also was tun? Da der Brief an einem Freitag Donnerstag kam und ich am Samstag eh zu meiner Mutter wollte, nahm ich den Brief ungeöffnet mit. Wenn ich schon draufgehe, dann wenigstens bei ihr, so dachte ich. Schließlich kann man mir dann nicht vorhalten, ich hätte es nicht versucht, sie zu besuchen 😉
Um im Falle eines Falls Unschuldige nicht mit hineinzuziehen, stellte ich sie erst in ihren eigenen Zimmer zur Rede. Sie drückte und windete sich, doch vergeblich. Nach diversen Schlagabtauschen öffnete ich in ihrem Beisein den Brief. Einige Schweißperlen liefen mir unmerklich den Rücken hinunter. Sollte dies das Ende sein? Ich spürte einigen Widerstand doch ich nahm mich zusammen und zog die Karte heraus. Es war eine Weihnachtskarte. Die Luft entwich in scharfen Zügen meinen Lungen. Nochmal Glück gehabt, dachte ich im Stillen.
Auf der Karte standen die üblichen Floskeln wie: „Ich wünsche Dir alles liebe im neuen Jahr und viel Spaß bei deinem Geschenk“ etc. .Moment! Geschenk? Doch noch eine Falle? Mein Herz stand still, doch für einen Fluchtversuch war es zu spät. Mein Leben flog vor meinem inneren Auge nochmal an mir vorbei, was recht schnell vonstatten ging, denn ich bin ja erst etwas über der Mitte der 20’er Jahre. Da gibt es noch nicht allzu viel.
Ich las weiter: „Bleib so wie du bist, naja oder doch etwas männlicher, aber nur etwas“ Hallo?! Männlicher? Ich habe überall Haare, wo kein Mensch mehr sie brauch! Wenn das nicht männlich ist, was dann? Ich trage sogar nun einen Anzug (ok, meist nur auf Arbeit und um die Mutter zu beeindrucken, wie hübsch männlich ich doch bin) Ich jage verdiene mein eigenes Geld, habe ein Auto und eine eigene Wohnung ein eigenes Zimmer. Das mit der tiefen Stimme klappt sicher auch bald. Aber hey, die ist doch super erotisch, oder etwa nicht?!
O.K ich pinkle nur noch im sitzen, aber das kann doch nun wirklich nicht als Kriterium für die Männlichkeit herangezogen werden, oder etwa doch?
Ich warf meinen „Ich bekomme alles aus Dir heraus“ Blick an und versuchte nun heraus zu bekommen, was sie damit meinte. Doch Jojo muss in meiner Abwesenheit trainiert haben. Sie blieb standhaft und verriet nichts. Sie brachte nur die Worte heraus: „Deswegen solltest du ihn ja zuhause lesen, um dir ein wenig Gedanken darüber zu machen“ Ich beschloss das Thema fürs erste beiseite zu legen. Eventuell erwische ich sie eines Tages kalt und kann sie erneut mit der Frage nach dem „wie“ überrumpeln. Ha, genau, wenn sie es am wenigsten erwarten.

Bollywood Karten zum Geburtstag

Wäre „nur“ noch die Sache mit dem Geschenk zu klären. Ich nahm zwei Karten heraus und schlussfolgerte sofort und messerscharf, dass es sich um Eintrittskarten handeln müsse. So war es dann auch. Das Ergebnis lässt sich auf dem Bild bewundern. Es sind zwei Karten für die Bollywood-Show in Mannheim. Da war natürlich die Freude riesengroß. Als bekennender Bollywood Fan (pure Männlichkeit mit Gefühl) war es das perfekte Geschenk zu meinem Geburtstag. Nun werde ich die Show wohl zwei Mal genießen dürfen. Im März hoffentlich mit Tina und im Mai mit Johanna. Das nenn‘ ich Glück 🙂
Seltsamer weise drohte sie mir mit ihrer Abstinenz, wenn ich mich entsprechend indisch kleide. Ich wollte ja nur passend zum Anlass, etwas weniger auffallendes tragen. 😉
Wie dem auch sei, ich freue mich schon riesig auf das Event. ich muss nur daran denken, rechtzeitig den Urlaubsschein auszufüllen.

Ich danke Dir nochmals Jojo, für dieses wunderbare Geschenk. Auch danke ich Dir für die Treue, die du nun schon so lang zu mir hältst, seit wir die Schule verlassen haben. Ich könnte mir keine bessere beste Freundin vorstellen, als dich 🙂 Danke!

Brief Nummer Zwei

Na endlich. Mein (alter) Chef lässt sich nun endlich knechten durch den Ring symbolisiert. Seit längerem lebt er nun mit seiner quasi Sandkastenfreundin in einem Haushalt zusammen. Ich kenne nur wenige Menschen, bei denen ich das Gefühl habe, dass sich die Partner fürs Leben gefunden haben. Die beiden passen wirklich genial zusammen und endlich wird geheiratet 🙂 Da beide mit der Kirche nix am Hut haben, wird das vor einem Standesamt statt finden. Aber hey, nicht vor einem gewöhnlichen, sondern auf Burg Frankenstein. Nun, etwas genauer: in einer kleinen Kapelle, gleich daneben, die aber wohl zur Burg gehört. Nun mag mancher Denken:“ Hey, die müssen ja schräg sein“ Und derjenige hat recht. Die beiden sind in der Kombi wirklich schräg, aber auf die nette Tour 🙂 Da ist nichts gewöhnlich, sondern einfach „anders“. Eine 0815 Hochzeit hätte da nun wirklich nicht gepasst.

Da ich sozusagen das nie gewollte Kind der „Familie“ bin, habe ich natürlich auch eine Einladung erhalten, die ich fast zerlegt hätte. Ich habe die Angewohnheit mit dem Finger die Briefe zu öffnen. Leider verfing sich dieser in der Deko. Eine Schnur, die den Umschlag geschlossen hält, garniert mit einem Blatt. Wirklich, eine sehr gelungene Einladung.

Hochzeitseinladung

Nett finde ich da vor allem, dass jeder drei Musik Dateien mitbringen darf, die gespielt werden. Ich habe da schon passende Tracks im Auge, ich kann mich nur nicht so recht entscheiden.
Oh man, das wird soo cooool 🙂
Chef heiratet. Doch eins frage ich mich immer noch: Hat sie ihn gefragt, oder er sie? Ersteres würde ich als normal empfinden (hihihi).

Ich hätte die beiden Fragen sollen, als wir bei unserem gemeinsamen Freund Andreas waren. Er und seine Familie gaben ja die Abschiedparty. Sie wagen den Sprung und wandern nach Schweden aus. Ich erwähnte dies schonmal irgendwann.
Dabei kann ich auch gleich noch das eine oder andere Bilder der Käseplatte zeigen. Die war verdammt gut und wurde als Gegenleistung für eine PC Reparatur entworfen. 🙂 Noch am selben Abend war sie bis auf die letzte Weintraube komplett leergefegt.

Soviel für heut‘. Der nächste Teil folgt bestimmt morgen 🙂

1. Dezember – Neue Perspektiven

Heute hatte ich ein Gespräch, mit meinen neuen Arbeitgebern. Ich habe nun ab dem 1. Dezember einen neuen Job. Momentan bin ich soetwas von aufgeregt 🙂 Neue Gesichter, neue Möglichkeiten und, darauf bin ich besonders gespannt, neue Tätigkeiten.
Mein zukünftiges Ich wird sich auf Virtualisierung und Hochverfügbarkeit spezialisieren. Man, ich weiß garnicht, wem ich das zuerst erzählen soll, aber Ihr, meine Leser, seid die Ersten 😀

Einige Dinge sind nicht einfach

Es gibt Dinge, die sind nur schwer umzusetzen. Zumeist sind es die Dinge, die mit großen Entscheidungen bezüglich der eigenen Zukunft verbunden sind. Dazu zählen ein möglicher Wechsel des Arbeitgebers.
Letzte Woche begab ich mich auf die Suche nach einem besseren Nebenjob, um das Gehalt ein wenig aufzupäppeln. Zwei Tage Aldi putzen, (welches regulär von MO-SA stattgefunden hätte) fanden für 250€ nicht wirklich anklang. Denn die Bezahlung war pauschal, egal, wie groß der Aldi auch sein mochte. 75min Zeit für Zwei waren vorgegeben. Nicht machbar, wenn man seinen Job richtig machen wollte.

Da sich nichts (gescheites) fand, was sich mit meinen Aikido Trainingszeiten vereinbaren ließ, nahm ich für die Suche statt „Nebenjob/Aushilfe“, mal „Arbeitsplatz“. Mehr gelangweilt als gezielt, fand ich einen Eintrag, der meinen Puls schneller beschleunigen ließ, als ein 12 Zylinder einen Opel Corsa, schrieb ich meine Bewerbung noch grob zur selben Stunde. Es müsste gegen halb zwölf am Abend gewesen sein. Am Folgetag kam der Lebenslauf dazu, sowie ein paar Links von Anleitungen auf der Pug.org Seite und die obligatorischen Zeugnisse.
Per Mail gingen die in LaTeX erstellten PDF Dokumente am selben Tag raus.

Das war am Dienstag letzte Woche. Am Abend erhielt ich den Anruf. Es wurde ein bisschen Smalltalk behandelt, was man sich so wünsche, Stärken/Schwächen etc. pp.
Die Firma (die ich hier noch unbenannt wissen möchte), sucht speziell im Sicherheitsbereich frisches Blut. Da meine Kenntnisse in diesem Themenbereich noch stark zu wünschen übriglassen, und ob mich dieses Thema auch genügend interessiert, ist es für beide Seiten mit einer ungewissen Zukunft verbunden.

Ich habe nun rund eine Woche benötigt, um meinem jetzigen Chef, und auch Freund, dies zu beichten. Noch steht nichts fest. Doch in dieser einen Woche habe ich mich mit diesem neuen, ungewohnten, Gedanken befasst und innerlich beschlossen, diesen Schritt zu wagen, sofern der noch unerschlossene Weg sich mir öffnet.

Es ist an der Zeit, sich seiner selbst erneut bewußt zu werden, neue Wege zu beschreiten und seinen Horizont zu erweitern. Dieser Schritt wäre einer der Größten, seit der Enscheidung, eine neue Lehre zu beginnen.
Mit zunehmenden Alter wird der Mensch träge Neues zu probieren und der Tatendrang sinkt.
Mein jetziger Arbeitsplatz mit seinem Chef, sind zur zweiten Heimat geworden, der nur ungern verlassen wird. Doch in der letzten Zeit fühlte ich mir mehr und mehr nur noch als personifizierter Cron-Job. Nur selten stellten sich neue Herausforderungen, sodass eine einfache Form von Lethargie eintrat.
Desweiteren spielen selbstverständlich auch finanzielle Interessen einen nicht zu unterschätzenden Wert dar. Ein eigenes Auto z.B. od. mal einen vollständigen Wechsel sämtlicher Kleidungsstücke, die weit über ihre Lebenserwartung getragen wurden. Später möchte ich auch einmal mehr als 20qm² bewohnen und mir nicht ständig den Kopf an der Schräge zu stoßen (und dass, obwohl ich da schon fast sieben Jahre wohne).

Nunja, eines steht fest, sollte es mit diesem Job nicht klappen, werde ich weiterhin einen neuen Arbeitsplatz suchen. Meine verbleibene Zeit als junger Spund, zerrinnt unter meinen Fingern.

In geheimer Mission

Vor ein paar Tagen, frug ich in die Runde, welche Kampfstile sich denn, nach meinen Vorgaben, eignen würden.
Kristian riet zu Aikido und da ich vor einiger Zeit schon dort mit einem Freund pakistanisch essen war, wo sich auch das Aikido Dojo Darmstadt befindet, waren mir das ein paar Zufälle zuviel.

Ich lerne also Aikido (später auch mit dem Schwert).

Heute fand wieder ein Training statt und ich nahm akkustisch und mit dem ganzen Herzen teil. Leidete Litt mit denen, die ständig herumgeworfen wurden, deren Handgelenke aufs übelste gedehnt und schweißtreibende Übungen absolvierten, sodass ich nach diesen sehr kräftezerrenden Aufgaben anfing, meine Knochen und Muskelzellen mit Nachnamen anzusprechen.

Ich dachte daran, mit dem rauchen und trinken anzufangen, denn nun hätte ich einen Grund gefunden, damit aufzuhören (der Kondition wegen). Aber da diese Laster kein Teil meiner Persönlichkeit darstellen, nahm ich mir einiges vor:

  • In die Firma joggen, statt fahren (11km)
  • Gewichte für Fuß- und Armgelenke kaufen
  • Weniger am PC sitzen
  • Eine ausgewogenere Ernährung zu mir nehmen
  • Weniger Fleich etc. essen

Aber ich dachte mir, heute, an einem Sonntag, einem Ruhetag, muss ich damit ja noch nicht anfangen und es gleich übertreiben. Daher ging ich zum Burger King und genehmigte mir einen Tripple Whopper und sechs Hühnerreste. Man gönnt sich ja sonst nichts.

Ihr Fritzen von Microsoft haltet euch für schlau

Ich bin sowas von geladen, aber sowas von. $KUNDE bringt einen Rechner, dessen XP nicht mehr rund läuft. In weiser Voraussicht haben wir auf einer weiteren Platte ein Image angefertigt, wo bereits sämtliche Programme installiert und eingerichtet wurden.

Dieses Image habe ich gestern zurückgespielt, mit dem Ergebnis, das der Lizenzschlüssel, der selbstverständlich gültig war, es nun nicht mehr ist. Dieser Schlüssel ist nun nichtmehr auffindbar, weil er wohl mit dem Gehäuse entsorgt wurde.

Da $KUNDE aber Firmenkunde ist und sich damit im Besitz von X weiteren Lizenzen befindet, wurde eben einer von diesen verwendet, zumindest war das geplant. Leider stammte der ursprüngliche Schlüssel von einer SP1 CD, der jetzige von einer SP2 CD. Soll heißen: passt nicht.

Also bei Microsoft angerufen und den Umstand geschildert und da bekomme ich zu hören, dass wir illegal(!) ein Image von diesem Rechner angefertigt hätten, weil dies mit OEM-Lizenzen nicht erlaubt sei. So ein Schwachsinn habe ich selten gehört. Es ist mir nicht gestattet, ein Backup Image von meinem Rechner anzufertigen?! Ich würde es ja verstehen, wenn das Image auf einen anderen Rechner eingespielt werden würde, aber es handelt sich hier um den selben.
Dafür seien Backup Programme gedacht, meinte er so voller Elan.

Da ich momentan eh genug Stress habe, kam der mir gerade recht. Er erzählte dann noch von seiner komischen Eula Lizenz, die wohl jedes Gericht in seine Bestandteile zerlegen würde.

Super, jetzt darf ich den Rechner neuinstallieren.

ARRGGHHH