Zwei Monate Fairphone2 – Erfahrungsbericht

Nun habe ich das Fairphone2 seit zwei Monaten im Einsatz und von daher kann ich mal meine persönlichen Erfahrungen kundtun.

Als ich im Januar das Handy in den Händen hielt, war mir schon klar, dass ich mich von liebgewonnenen Funktionen und Programmen unter IOS verabschieden muss. Ich bin ein klarer Verfechter vom IOS Benutzerinterface, auch wenn es unter den letzten IOS Versionen etwas an Übersicht verloren hat. Ein Flameware zwischen IOS und Android will ich hier aber nicht starten, da das Telefon doch eher im Vordergrund stehen soll.
Nach der Montage des Akkus und dem Aufsetzen der Hülle, habe ich gleich bemerkt, dass es schwer werden würde, das FP2 mit nur einer Hand zu bedienen. Abgesehen von seinen Dimensionen, ist vor allem der recht ungünstige Schwerpunkt ein Problem, da dieser recht hoch liegt. Hat man das Telefon im unteren Drittel in der Hand und möchte mit dem Daumen obere Bereiche erreichen, passiert es schnell, dass mir das Gerät fast aus der Hand fällt. Erschwerend kommt hinzu, dass die Hülle für mein Empfinden viel zu glatt ist. Meine ausgewählten IPhone 4s Hüllen hatten auch immer die Eigenschaft, nicht aus der Hand zu rutschen. Das Gleiche galt auch für das Ablegen auf z.B. nicht ebenen Oberflächen, wie einem Rucksack. Das FP2 ist mir dadaruch schon mehrfach entglitten und unsanft auf dem Boden gelandet.
Als nicht sonderlich schöne Lösung habe ich mir Sprühgummi gekauft und die Hülle erst komplett mit vier Schichten „eingummiert“, dann zwei Tage später wieder komplett entfernt, nur um dann beim zweiten Versuch nur partiell die Rückseite zu beschichten. Beim ersten Versuch hat sich das Gummi an den Kanten sehr schnell abgelöst und noch häßlichere Blasen erzeugt. Die partielle Beschichtung hält etwas besser, aber auch nur ein paar Tage. Es sieht jetzt bereits nicht mehr schön aus, allerdings erfüllt es noch seinen Zweck.

Kommen wir zu dem eher technischen Kram: Das nahezu erste war das Testen meiner Bluetooth Kopfhörer und wurde sogleich enttäuscht. Dies markiert auch einen Punkt, an dem man den Entwicklern als Kritik mit auf dem Weg geben kann, ihre Hardware/Software besser zu testen. Das Problem ist nähmlich nicht nur, dass das A2DP irgendwie kaputt ist (hoffentlich nur ein Softwareproblem), was dazu führt, dass sehr viele Bluetoothkopfhörer oder Geräte nur stotterndes Audio rausbringen), über flackernde Bildschirme und nicht mehr ansprechbares UI, während es am Ladegerät hängt.
Schaut man sich mal im Faiphone Forum um, fällt einem der nächste gravierende Punkt auf: das FP2 ist verdammt Reboot freudig. Anfangs war das bei mir eher die Ausnahme, mittlerweile habe ich zwischen zwei bis drei Reboots am Tag. Mal mehr, mal weniger. Eventuell liegt es an der SD Karte, oder den zwei (Congster) SIM Karten.
Worauf ich hinaus will ist, dass ich mir nicht vorstellen kann, dass diese Probleme nicht schon während der Entwicklung aufgetreten sind. Dafür treten sie viel zu gehäuft auf. Ich kenne andere Inhaber, mit exakt den gleichen Problemen. Ich und andere Käufer hätten mit Sicherheit kein Problem gehabt, noch ein oder zwei Monate länger zu warten.

Als Fazit kann man nur sagen: man sollte es sich sehr gut überlegen, ob man all diese Probleme auf sich nehmen möchte. Allein die Tatsache, dass ich die Idee sehr gut finde und die Entwickler blutige Anfänger sind (gemessen an den Erfahrungen der restlichen Handy Hersteller), lässt mich meine Toleranzgrenze sehr sehr dehnbar halten. Jedes andere Gerät wäre schon längst wieder zum Hersteller zurückgegangen, oder schlimmer, in die Schublade zum Siemens S65/Nokia E51.
Ich kann nur sehr hoffen, dass mit dem hoffentlich bald kommenden Software Update ein Großteil der Probleme gelöst werden, andernfalls weiß ich nicht, ob ich mir das über Jahre antun möchte.

Pebble Time Steel

Da ist nun also, meine Pebble Time Steel, in Schwarz. Mein erstes Kickstarterprojekt. Als langjähriger Apple User hat man ja dieses „unboxing“ immer als Event gesehen und eine Prozession abgehalten. Zugegeben, dass Auspacken der Pebble war dann etwas nüchterner, weil es ja eben kein Apple Produkt ist, sondern einfach nur eine Armbanduhr mit ein paar netten Extras 🙂

Pebble Box

Pebble Box


Vom Äußeren kann ich sagen: sehr wertig. Das Kettengliedarmband kann als Alternative zu einem Sportgewicht herhalten, oder um auch einfach mal eine Kugel damit abzufangen. Das Lederarmband wirkt ebenfalls schick, zumindest wenn man es am Handgelenk trägt. So auf dem Tisch liegend … nunja.
Da die Pebble halt nun einmal eine Smartwatch ist, geht ohne eine Ersteinrichtung nichts. Hier ist ein Punkt, bei dem ich als Apple Benutzer sehr viel mehr Komfort gewöhnt bin. Ich habe ewig benötigt die Uhr in Betrieb zu nehmen. Nicht einmal vor Foren (!) habe ich zurückgeschreckt. Bluetooth Pairing klappte zwar augenblicklich über das IPhone4s (IOS8.irgendwas), aber das soll man ja nicht, sondern die App musste das erledigen.
Die App wollte aber partout nichts von der Pebble sehen. Der Grund war so einfach wie idiotisch: die falsche App. Nach einigen Recherchen war ich nicht der Einzige der verwirrt vor dem AppStore stand. Es gibt einmal die orangefarbene App und einmal die schwarze App. Während die eine für das alte Modell (ohne Time im Namen) ist, ist die „Time“ Variante eben für meine zuständig. Hätte ich einfach mal richtig gelesen und nicht ständig das fehlende „Time“ in der Beschreibung übersehen … wäre da eventuell ein schöneres „unboxing“ Gefühl aufgekommen. So aber fing es mit Frust an und der Frage, warum Pebble das nicht sinnvoller gelöst hat.
Falsche Pebble App

Falsche Pebble App


Wie auch immer, mit der richtigen App („Pebble Time“) klappte auch die Kommunikation und die nachfolgende Einrichtung ging zügig von der Hand. Aber auch an dieser Stelle fällt schnell auf, dass auf eine schöne Apple UI nicht der Fokus lag. Die App sieht nicht nur grottenhäßlich aus, sie bedient sich auch nur mäßig. Es ist irgendwie alles verschachtelt und nicht intuitiv. Bei Einstellungen innerhalb der Pebble Apps fehlen triviale Dinge wie „Zurück“ Knöpfe. Man kommt aus den Optionsmenüs heraus, indem an eine freie Stelle getippt wird(!). Schrecklich.
Nunja, wurde die Pebble entsprechend mit Apps und neuen Ziffernblättern befüttert, ist die Uhr selbst wirklich schick. Auch die Bedienung mittels der vier Tasten klappt nach einer kurzen Gewöhnung sehr flink und das Display bleibt sauber.
Ein kleiner Kritikpunkt den auch ich bestätigen kann, ist der durchaus schwache Kontrast, da der Hintergrund relativ dunkel ist. Die Menschen mit älteren E-Books werden das kennen. Allerdings hätte mich das nicht davon abgehalten, diese Uhr zu kaufen, da ich ganz gut damit leben kann. Da ich ohnehin meist schräg (also in einem leichten Winkel) auf das Display schaue, lassen sich die Details sehr gut erkennen.
Pebble
Alles in allem freue ich mich die nächsten Tage und Wochen mit der Uhr rumzuhantieren und zu testen. Eventuell werde ich tatsächlich mal schauen, wie ein Ziffernblatt erstellt wird. Es reizt mich durchaus, da ein wenig kreativ zu werden.

Splunk – wie arschig ist das dann!

Ich bin auf der Suche nach einem „hübscheren“ Webinterface für Logdaten, als PHPCon, Alias Loganalyzer (was unter Safari einfach kaputt ist) und wollte mir dann dochmal Splunk anschauen. Da lese ich was passiert, wenn die 60 Tage Testversion aufgelaufen ist und man dann auf die Free Version zurück gestuft wird:

Important: Splunk Free does not include authentication or scheduled searches/alerting. This means that any user accessing your Splunk installation (via Splunk Web or the CLI) will not have to provide credentials. Additionally, scheduled saved searches/alerts will no longer fire.

Da denke ich mir auch nur, wie arschig das ist. Hätte man es nicht bei was anderem belassen können als mal eben die Authentifizierung zu kippen?

Doveadm expunge

Weil ich es mir nicht merken kann:

doveadm expunge -u linuxmail@4lin.net mailbox INBOX/debian savedbefore 1d
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Moneyplex: Beta und die Schmarotzer

Ich vermute mal, dass ich mit einer der ersten Kunden von Matrica war, der Moneyplex für Linux gekauft (nutzen konnte ich sie nicht, da die Feducia (VB) kein HBCI unterstützte). Damals(tm), als alles noch besser war. Seither hab ich Versionen für Windows, Linux und seit 2 Jahren auch für OSX. Auch meine andere Hälfte nutzt die OSX Version. Nun liegt es in meiner Natur mir Sorgen zu machen, dass Firmen nicht genügend Geld bekommen, um das Produkt langfristig weiterzuentwickeln. Was macht man als treuer Kunde also? Klar, nachfragen ob man für die aus dem Betastatus gekommene Software auch kaufen darf, obwohl das nicht notwendig wäre, da der hinterlegte Lizenzschlüssel wohl ewig gültig ist.

Die Antwort von Matrica:

Das würde uns natürlich freuen. Denn damit unterstützen Sie uns und
natürlich auch die Weiterentwicklung.

Da Sie moneyplex bereits haben, können Sie natürlich die
Updatekonditionen auf unserer Webseite nutzen.

Tatsächlich sind Sie aber die absolute und löbliche Ausnahme.
Andere Anwender der Beta Version, wehren sich nach zwei Jahren
kostenfreier Nutzung der Software mit Händen und Füssen
und sind der Meinung, dass Sie als Nutzer der Beta Version Anspruch auf eine
kostenlose Vollversion hätten.

Auf solche Leute bekomme ich ja einen Hass. Nur weil sie Betatester waren, die Vollversion nicht kaufen wollen. Ich würde es verstehen, wenn sie geholfen haben Bugs zu finden sowie zu melden und dann nur z.B. den Ppgrade Preis bezahlen möchten, aber so überhaupt nix … Da kann ich nur mit dem Kopf schütteln.

Notiz: Solaris NFS4 Server + Linux NFS4 Client und chgrp

Hat man einen Solaris NFS4 Server und einen NFS4 Client mittels Linux, muss man darauf achten, dass Linux Gruppen (die Namen(!) ) nur selten auch auf Solaris Seite vorhanden sind. Das hat zur Konsequenz, dass z.B. ein „chgrp shadow“ od. ein „chown 0:42“ auf der NFS Clientseite fehl schlägt, da es die Gruppe „shadow“ nicht gibt. NFS4 überträgt nämlich den Namen, gibt es ihn nicht, meldet tar zB. ein exit 1.

Lösung daher, alle benötigten Gruppen von Linux, müssen auch unter Solaris vorhanden sein. Die selbe ID ist allerdings nicht notwendig, aber hilfreich, doch leider nicht immer frei.

Thalia PDF ebooks: Oder: Mit Null Arbeit Geld verdienen

Alles fing damit an, dass ich keine Lust hatte, ein 1500 Seiten Buch mit mir rumzuschleppen.

Bekanntlicherweise verkauft Galileo Computing nur „Online Bücher“, für die der User einen Webbrowser + Internet benötigt, um sie dann am Schirm zu lesen. In Zeiten von eBook Readern völlig am Markt vorbei. Egal, ich habe bei Amazon mein Java Buch gekauft und wieder zurück geschickt, als ich erfuhr, dass Galileo selbst zwar keine PDFs anbietet, dafür aber Thalia. Nun bedaure ich das Buch wieder zurück geschickt zu haben. So ein Müll, den Thalia da als eBook an den Kunden ausliefert … Die verkaufen zwei Formate, wobei man wohl keine Wahl hat, welches man gerne hätte … ich habe die PDF Version erhalten, die nicht nur DRM geschützt ist (also nix unter Linux lesen, wobei ich mir das schon dachte), nein, diese PDF ist sowas von billig erstellt worden … Die haben das Original einfach blanko durch eine PDF Konvertierung geschickt. Kann man schön daran erkennen, dass der Rand und die Seitenzahl mal nach Links und mal nach Rechts wandert. Das bedeutet, dass das 1500 Seiten Buch weder eine nutzbare Navigation hat, noch hat man die Ränder vom Nichts befreit, sodass die Seiten in lesbarer Schrift komplett zu sehen sind. Ändert der User (zwangsläufig) die Schrift auf eine annehmbare Größe (auf dem Sony dann „M“), dann wird an völlig idiotischen Stellen ein Umbruch erzwungen, sodass z.B. Quelltext nicht mehr zu überblicken ist; Tabellen werden gleich ganz auseinander genommen und sind nicht mehr als solche zu identifizieren. Des weiteren gesellt sich dazu, dass der Text stellenweise genau am Rand abgeschnitten wird. Man sieht also nicht den vollständigen Satz, sondern eben nur die obere bzw. untere Hälfte der Schrift.

Mein Fazit: Finger weg. Ich verlange das Geld zurück und hole mir wieder die gedruckte Fassung.

O’reilly PDFs sind zwar auch nicht perfekt (jedoch um Längen besser als das Thalia Zeug), aber die Geschäftsführerin hat sich persönlich entschuldigt und mir ein eBook meine Wahl geschenkt. Ich bin gespannt, wie Thalia reagiert.

Update

Thalia hat mit mehr od. weniger Schulterzucken reagiert. Auch ein DRM Dokument könne man nicht „zurückgeben“ (und ich dachte,dafür können man DRM verwenden), und man sei nicht daran Schuld, da die PDF aus dem Hause GalileoComputing stammt und man keinen Einfluss darauf habe. Das verstehe ich natürlich nicht, denn warum vertreibt denn GC nicht selbst die PDFs? Nur wegen dem DRM kann ich mir nicht vorstellen … Wie auch immer, GalileoComputing schenkt mir ein gedrucktes Exemplar. Die PDF fliegt aus dem System, genauso wie der Adobe DRM Kram.

Also nachwievor gilt: vor dem Kauf die eBook Version testen. Sonst ärgert ihr euch (sony) schwarz.

Hier mal ein paar Eindrücke von dem was Thalia als eBook PDF verkauft:

Veröffentlicht unter Blubb