Sun Oracle ist böse

Als ich in der TU anfing fand gerade der Wechsel von Sun nach Oracle statt und da zeigten sich schon die ersten bösen Wolken am Himmel. Die wunderbaren Konditionen die Sun der TU gewährt hat, sind futsch. Statt 50% Rabatt gibt es nur noch Standard Preise. Soweit so schlecht.
Jetzt aber kam es dicke. Eine X4250 wurde im August letzten Jahres angeschafft und dümpelte nur vor sich hin. Nun soll diese Maschine einen alten Imap Server – welcher auf einer Ultra läuft – ersetzen. Beim konvertieren der Imap Konten (rund 60GB) in ein neues Format, haben sich zwei Mal unterschiedliche Platten ausgeklingt. Erst war es nur eine, dann mehrere (aktuell 3). ZFS hat zwei angemeckert, und unabhängig der Raid Controller (auf welchem kein ZFS läuft). Auch eine Neuinstallation (man weiß ja nie) brachte keine Abhilfe. Nun denkt man, bei so teuren Maschinen gibt es schnell Support, aber Pustekuchen. Auch wenn die Logdateien und Aussagen nur einen Schluss zulassen, müssen wir einem „Actionplan“ folgen. Dieser beinhaltet das Einspielen von Solaris Patches und Firmware Updates,. und die haben es in sich. Bei diesen Patches handelt es sich nicht um Sicherheitsupdates, sondern um „reguläre“ Korrekturpatches. Also um Bugfixes, wie sie jeden Tag, weltweit, millionenfach verteilt werden. Nicht so bei Sun. Denn um an diese Patches zu gelangen, bedarf es eines speziellen Vertrages, der einem Zugang gewährt. Diesen bekommt man nicht einfach so, sondern erst nachdem man Summe X bezahlt hat. Es handelt sich dabei um einen Servicevertrag. Für mich stellt es sich momentan so da, dass Sun Rechner ausliefert, welche von Beginn an (juristisch) „defekt“ sind. Die Updates beinhalten auch die Firmware für den Serviceprozessor und dem Mainboard. Des weiteren Kernel Updates für das Software Raid und noch einige weitere mehr. Also wichtige Kernfunktionen sind direkt betroffen.
Wenn nun alles soweit klappt, hat die TU noch so einen Account und wir können die Patches einspielen. Danach kommt ein Techniker und wird eine Platte tauschen. Doch wir gehen sehr sicher davon aus, dass das Problem damit nicht aus der Welt ist. Dann erst wird das Board getauscht werden. Ich liege mit meinem IMAP Migrationsplan schon Wochen zurück … Danke Sun Oracle.

Doch im Ernst, bevor das Board nicht getauscht wurde, schenke ich der Kiste nicht das geringste Vertrauen ..

Notiz: OpenSolaris von Gnome befreien

pkg uninstall -vr `pkg list | egrep '(aac|acc|atheros|audio|avahi|compiz \
|evolution|firefox|flac|gamin|gnome|ipp|ipw|iwi|iwk|musicbrainz|ogg \ 
|pkg-gui|print|thunderbird|tnetd|wlan|wlan|wpa|wpi|xcursor|xorg \ 
|xscreensaver)' | awk '{print $1}'`

Dann überflüssige Dienste abschalten etc. pp. dafür gibt es ein nettes Script:

pfexec pkg install SUNWmercurial
hg clone ssh://anon@hg.opensolaris.org//hg/isc/src  isc
pfexec isc/opt/samples/minimization.ksh

von hier

Umbau in den nächsten Tage/Wochen

Ich plane in den nächsten Tagen und Wochen meinen Rootserver höchst wahrscheinlich einer kompletten Neuinstallation zu unterziehen. Ich gehe dieses Mal einen komplett neuen Weg und werde vermutlich OpenSolaris als Untergrund verwenden.
Meinen Teilnehmern habe ich immer erzählt, sie müssen Linux nutzen, um zu erfahren, wie Linux funktioniert und da ich an der TU fast nur noch Solaris habe, nutze ich diese Gelegenheit. Natürlich kann man an dieser Stelle einwerfen, dass sich Solaris10 und OpenSolaris in vielen Bereichen stark unterscheiden, aber die Grundsätze dürften dennoch sehr ähnlich sein, wenn nicht gar identisch. Außerdem wollte ich schon immer mal was neues probieren. BSD Varianten wären zwar auch noch da, aber da mangelt es an Interesse.
Es gibt eigentlich nur eine Sache, die mir den Spaß nehmen könnte, und das wäre der Punkt Virtualisierung. Ich will das jetzige Konstrukt in jedem Fall beibehalten, weil es sich bewährt. Mail, Web, Jabber und Build Systeme zu trennen, halte ich noch immer für eine gute Idee, ganz zu schweigen von der Flexibilität bei einem Umzug.

Die andere Sache, die mich noch ein wenig nervös macht, könnte Oracle sein. Ich erlebe derzeit mit, wie viele Probleme innerhalb der paar Wochen schon aufgetreten sind, die eindeutig zur negativen Seite der Fusion zählen.

Jetzt heißt es ersteinmal Vmware aufsetzen und ausgiebig testen.

IPV6: Hetzner stellt /64 auf Anfrage bereit

Ab sofort stellt der Provider Hetzner kostenlos auf Anfrage ein /64 Netz bereit. Pro Server gibt es nur ein /64. Später aber sicher noch mehr (hoffe ich doch). Um ein Netz zu erhalten muss über den Robot -> Anfrage -> „Server-Anfrage / technische Produktberatung“ die Anfrage gestellt werden.
Was noch nicht geht:

  • Servermonitoring
  • Traffic-Statistikg
  • RDNS-Einträge

Quelle: http://forum.hetzner.de/wbb2/thread.php?postid=146241#post146241

Immerhin ein Anfang.

Wie man diese Adressen nutzt, insbesondere in Virtualisierungs- Umgebungen, findet sich im Hetzner Wiki

Freshmeat.net wird abgeschaltet

Wenn man den Einträgen glauben darf, so wird ein (für mich) Urgestein der OpenSource Plattform abgeschaltet: – Freshmeat.net –

Dabei ist sie die erste Anlaufstelle, wenn ich irgend eine Software suche, die einen bestimmten Zweck erfüllen soll. Allerdings gebe ich zu, sie in letzter Zeit kaum noch aufgesucht zu haben, da apt-cache ebenfalls recht hilfreich war. Dennoch schade.

RZ Umzug von Hetzner (gestern)

Ich wusste, da war noch was: Vor einem Monat schrieb mir Hetzner, dass sie vo RZ Nürnberg ins RZ Falkenstein umziehen. Rund 130km auseinander. Der Termin war gestern Abend ab 22:30 bis heute morgen um 4Uhr. Daher waren Jabber, Web und Mail erst einmal offline.
Wie es scheint, klappt nun wieder alles.